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Erster Chipperfield-Bau in München

3. Juli 2018 – 09:03

Rendering David Chipperfield Architects

In bester Innenstadtlage, nahe des Münchener Hauptbahnhofs, entsteht auf dem ehemaligen MAHAG Gelände ein ambitionierter Bürokomplex, Das „Karl“ versteht sich als Ort für eine neue, vernetzte Arbeitswelt von morgen. Der Entwurf, mit dem sich das Berliner Büro von David Chipperfield 2016 in dem international besetzten Planungswettbewerb durchgesetzt hat, sieht einen kubischen Baukörper vor, der als Solitär frei neben den umgebenden Gebäuden steht. Das „Karl“ wird das erste Bürogebäude des britischen Stararchitekten in Bayerns Hauptstadt sein. Der Baubeginn ist für den Herbst dieses Jahres terminiert, die Fertigstellung für 2021.

Die skulpturalen Fassadenelemente verleihen dem sechsgeschossigen Gebäude eine dreiteilige Ordnung. Die am ursprünglichen Ort neu aufgebaute Shedhalle soll Bezug auf die industrielle Vergangenheit nehmen und wird zukünftig für Gastronomie genutzt. Ein 1.400 m² großer Innenhof erschließt das Gebäude, das seine Umgebung über großzügige Zugänge anbindet. Umlaufende Balkone vor den Büroflächen orientieren sich ebenfalls nach innen und akzentuieren die Fassade.

Mit einem besonderen Nutzungsmix aus Büro, Garten und Gastronomie sollen Maßstäbe für eine neue Arbeitskultur gesetzt werden. Mit Deckenhöhen über 3,10 m entstehen so loftartige Büroflächen, die unterschiedlichen Bürotypologien zulassen. Mit der Offenheit des Gebäudes ergeben sich aber auch Möglichkeiten für moderne Arbeitsplatzkonzepte im Open Space. Eine wichtige Rolle übernimmt dabei der Innenhof, der von dem Schweizer Landschaftsarchitekten und Designer Enzo Enea gestaltet wird. Der weltweit tätige Designer mit Büros in Rapperswil-Jona, Zürich, Miami und New York realisiert mit „Karl“ seine erste Arbeit für ein Münchner Büroprojekt.

„Mit dem Neubau werden wir nicht einfach nur moderne Büroflächen anbieten, sondern einen Ort schaffen, mit dem sich die Nutzer identifizieren, der sie dazu animiert, sich miteinander zu treffen und zu kommunizieren“, erläutert die Investorenfamilie Brecht-Bergen, die auch die Projektentwicklung verantwortet.

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