Dienstag, 17. Februar 2026

Bauder eröffnet Produktionsstandort im Elsass

Ende Januar 2026 ging nach zweieinhalb Jahren Bauzeit das neue Werk der Paul Bauder GmbH & Co. KG im elsässischen Drusenheim in Betrieb – es ist das erste in Frankreich und stärkt die Präsenz in Europa. Bauder investierte rund 100 Mio. Euro in seinen Produktionsstandort für PIR-Dachdämmstoffe sowie leistungsstarke Abdichtungsbahnen aus Bitumen auf einem 12,6 ha großen Areal. „Die Vorgaben an die nachhaltige Gestaltung sind hoch – wir wollten sie aber nicht nur erfüllen, sondern übertreffen“, erklärt Mark Bauder, einer der drei Geschäftsführer. In Sachen Ökologie gelingt dies etwa durch umfassende Anpflanzungen heimischer Bäume und Hecken, die sich in die Landschaft einfügen und einen Beitrag zur Biodiversität leisten. Zudem waren mindestens 20 Prozent der Grundstücksfläche zu begrünen. Ein Großteil der 20.000 m2 großen Produktionshallen sowie der Verwaltungs- und Bürogebäude sind mit extensiv begrünten Dächern versehen, das 23.800 m2 große Dach der Lagerhalle bietet zudem Platz für eine leistungsstarke Photovoltaikanlage mit 2 MWp. Das Werk wird den Vorgaben des französischen Energiestandards RE2020 gerecht.

Autarke Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen

Die architektonische und technische Planung folgte dem Prinzip: energieeffizient, ressourcenschonend und auf die Zukunft ausgelegt. So wird in Kombination mit einem elektrischen Heizkessel der selbst erzeugte Solarstrom zur Erwärmung von Bitumen genutzt. Das Material muss auf mindestens 180 °C erhitzt sein, um verarbeitet werden zu können – zu diesem Zweck setzt Bauder nun erstmals auf eine autarke Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen. Das bringt nicht nur erhebliche Kostenvorteile mit sich, sondern optimiert durch die Nutzung von Solarstrom auch den CO2-Fußabdruck des Standortes. Überschüssiger Solarstrom kann zum thermischen Laden der großvolumigen Bitumenbehälter genutzt werden, was den Erdgas-Bedarf stark reduziert.

Für die generelle Wärmeversorgung ist das Werk an das lokale Fernwärmenetz angeschlossen. Darüber hinaus setzt das Unternehmen konsequent auf Elektromobilität, von eigenen Ladestationen für Firmenfahrzeuge und Autos der Mitarbeitenden bis hin zur ebenfalls elektrifizierten Gabelstapler-Flotte. Regenwasser wird auf dem Grundstück über ein ausgeklügeltes System von Versickerungsbecken gesammelt und dem Grundwasser zugeführt, ohne Anschluss an das öffentliche Abwassernetz. Das entlastet die öffentliche Kanalisation – ein wichtiger Beitrag zum lokalen Wassermanagement und Hochwasserschutz.

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