Bjarke Ingels entwirft Berliner Bürohaus

Edge Südkreuz in Berlin, Edge Elbside in Hamburg und Edge East Side Berlin – in den kommenden Jahren werden mehrere Neubauten des Projektentwicklers Edge aus den Böden deutscher Großstädte wachsen. Während die Entwürfe für Edge Elbside von Behnisch Architekten stammen, zeichnen Tchoban Voss Architekten für das Edge Südkreuz verantwortlich. Auch für das neue Gebäude in Berlin konnte der Projektentwickler wieder ein namhaftes Architekturbüro gewinnen: Die Bjarke Ingels Group (BJG) entwirft das Edge East Side Berlin.

Edge East Side Berlin

Der Neubau soll bis 2023 an der Warschauer Straße, wo die Stadtteile Friedrichshain und Kreuzberg aufeinandertreffen, entstehen. Geplant ist ein Bürogebäude mit einer Geschossfläche von rund 80.500 qm. Wie die weiteren Projekte aus dem Edge-Portfolio soll auch Edge East Side Berlin eine Vorreiterrolle in Sachen Digitalisierung und Nachhaltigkeit einnehmen. Dazu verfolgt der Projektentwickler eine Strategie, die auf den vier Säulen Design, Technologie, Nachhaltigkeit und Wohlbefinden der Gebäudenutzer basiert. Das Hochhaus erhielt bereits ein Platin-Vorzertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB).

Fassade

Die vorgehängte Fassade soll ähnlich einer Treppe um den Neubau verlaufen. Bild: Edge/bloomimages

Insgesamt soll der Neubau mit 35 Stockwerken eine Höhe von etwa 140 m erreichen. Die Pläne der BJG sehen einen Büroturm mit markanter Fassadenstruktur vor. Dabei verfügt das Gebäude mit einer rechteckigen Grundfläche in den neun untersten Geschossen über eine gerasterte Hülle. Ab dem zehnten Stockwerk schiebt sich darüber eine treppenartig ausgeführte Vorhangfassade, die leicht diagonal versetzt, rund um das Hochhaus läuft.

Innenraum

Im September 2019 gab Edge bekannt, dass ein Joint Venture aus Allianz Real Estate und Universal-Investment das Hochhaus gekauft hat. Auch der größte Mieter steht bereits fest: Ab 2023 wird Amazon wird ab 28 Geschosse der Immobilie belegen. Die unteren fünf Etagen sollen als sozialer und ökonomischer Knotenpunkt dienen. Daher ist die Fläche für verschiedene Nutzungsmöglichkeiten, etwa kleineren, lokalen Betrieben, Gastronomien oder halböffentlichen Projekten vorbehalten. Auch Coworking Spaces, Büros- und Besprechungsräume sollen hier unterkommen.

 

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