Baufortschritt voll im Plan

Am Siemens Campus Erlangen hat Bauherr Siemens (Real Estate) im September 2021 gemeinsam mit den Generalunternehmern Zech Bau und Leonhard Weiss sowie Vertretern der Architekten KSP Engel (Modul 2) und Carpus + Partner (Laborgebäude) die Rohbaufertigstellungen des zweiten Campus-Moduls sowie des parallel entstehenden neuen Laborgebäudes mit einem doppelten Richtfest gefeiert. Der Festakt fand im zukünftigen Foyer des neuen Empfangsgebäudes statt, das sich durch eine besonders nachhaltige Holzhybrid-Bauweise auszeichnet. Damit sollen im Vergleich zum konventionellen Betonbau rund 80 Prozent CO2 vermieden und zwei Drittel des Betonanteils gespart werden.

Die Rohbauten der Bürogebäude in Modul 2 wurden in Rekordzeit errichtet. Dank der Holzhybrid-Bauweise „Cree by Zech“ konnten bis zu zwei Stockwerke pro Monat fertiggestellt werden – und das an teilweise drei Gebäuden gleichzeitig. Bei dem Verfahren kommen tragende Elemente aus Stahlbeton im Kernbereich zum Einsatz, der Großteil wird jedoch aus Holz gebaut. In Werkshallen industriell vorgefertigt spart dies Ressourcen und Zeit. Basis für die Planung und alle Baumaßnahmen bildet ein digitaler Zwilling jedes Gebäudes, der lange vor Baubeginn alle wichtigen Daten enthält.

Mit rund 80.000 qm Nutzfläche handelt es sich um das derzeit größte Holzhybrid-Bauprojekt in Deutschland. Zusammen mit drei Parkhäusern bietet das zweite Modul des Siemens Campus Erlangen Arbeits- und Kreativplätze für rund 6.000 Beschäftigte. Die Bürogebäude sollen ab 2022 bezogen werden. Die Fertigstellung des konventionell errichteten Laborgebäudes ist für Ende 2022 geplant.

Mehr zum Bauen mit Modulen lesen Sie in der industrieBAU-Ausgabe 5/2021