Der anonyme, einphasige Realisierungswettbewerb für die Urbane Mitte Süd am Berliner Gleisdreieck ist entschieden. Das Preisgericht hat den Entwurf von KSP Engel gemeinsam mit nsp landschaftsarchitekten stadtplaner mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Der zweite Preis ging an Kleihues + Kleihues gemeinsam mit POLA Landschaftsarchitekten, zwei dritte Preise wurden an Ortner & Ortner Baukunst gemeinsam mit st raum A sowie Baumschlager Eberle gemeinsam mit Luz Landschaftsarchitektur vergeben. Insgesamt hatten sieben renommierte Planungsteams an dem Wettbewerb teilgenommen.
Klare städtebauliche Setzung
Der Siegerentwurf überzeugt durch eine klare städtebauliche Setzung, eine robuste und differenzierte architektonische Haltung sowie eine selbstverständliche Einbindung in den stark frequentierten Stadtraum am Gleisdreieck. Besonders hervorgehoben wurde vom Preisgericht die kräftige Ausbildung des Sockelbereichs, der die unterschiedlichen Nutzungen aufnimmt, den öffentlichen Raum stärkt und eine hohe Aufenthaltsqualität im Übergang zwischen Park und Bebauung schafft. Die beiden Hochpunkte fügen sich dabei präzise in die stadträumliche Situation ein und entwickeln eine markante, aber zurückhaltend integrierte Silhouette.
Vielfältig genutztes Ensemble
Gegenstand des Wettbewerbs war die Planung eines Gebäudeensembles auf den beiden südlichen Baufeldern der Urbanen Mitte Am Gleisdreieck. Vorgesehen sind auf rund 23.750 m2 Geschossfläche zwei Hochpunkte mit rund 49 und 25 m Höhe, die durch einen gemeinsamen Sockel verbunden werden. Geplant ist ein vielfältig genutztes Ensemble mit Beherbergungsangeboten sowie öffentlich orientierten Nutzungen in den unteren Geschossen. Dazu gehören insbesondere Angebote aus den Bereichen Sport, Gastronomie und kleinteiliges Gewerbe. Hohe Anforderungen an Architektur, Nachhaltigkeit, Flächeneffizienz und wirtschaftliche Realisierbarkeit gehörten zu den zentralen Kriterien des Wettbewerbs.
Der Vorhabenträger, die Urbane Mitte Am Gleisdreieck, verfolgt einen umfassenden Nachhaltigkeitsanspruch. Das Gesamtquartier ist bereits durch die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) in Platin vorzertifiziert.
Sieben Planungsteams im Wettbewerb
Der Realisierungswettbewerb wurde von April bis August 2026 durchgeführt. Sieben renommierte Architekturbüros erarbeiteten gemeinsam mit Landschaftsarchitekturbüros ihre Entwürfe für die Urbane Mitte Süd. Mit dem Abschluss des Realisierungswettbewerbs folgt nun die weitere Konkretisierung des Siegerentwurfs. Der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen. Für die Realisierung zeichnet die Periskop Development GmbH verantwortlich; die Tochtergesellschaft der Periskop Partner AG agiert als international tätiger Investmentmanager mit Sitz in Berlin.
