Schüco verabschiedet sich aus dem Solargeschäft

Nach drastischen Umsatzrückgängen im Geschäft mit Photovoltaik-Modulen gibt die Schüco International KG die Eigenfertigung und den F&E-Bereich für Dünnschichtprodukte auf. Die Produktion und der Betrieb an den Standorten Großröhrsdorf bei Dresden und in Osterweddingen bei Magdeburg werden Ende August bzw. Ende September 2012 eingestellt. Auch die F&E-Mitarbeiter in Bielefeld sind von den Schließungen betroffen.

In den letzten beiden Jahren führten extreme Preissenkungen für Photovoltaik-Module, Produktionsüberkapazitäten, Förderabsenkungen in ganz Europa und fehlende Nachfrage in den europäischen Kernmärkten zu einem drastischen Umsatzrückgang in der gesamten Solarbranche. Die Schüco Sparte Neue Energien hatte bereits 2011 mit extrem sinkenden Preisen und fehlender Nachfrage in Teilen von Europa zu kämpfen und fiel nach einem Umsatz von über 1 Mrd. Euro in 2010 auf knapp 850 Mio. Euro (-19,0 %) zurück. Auch im ersten Halbjahr 2012 musste die Sparte erneut einen zweistelligen Umsatzrückgang hinnehmen, da in Deutschland, Frankreich, Italien und den USA wettbewerbs- und marktbedingt deutliche Umsatzrückgänge zu verzeichnen waren.

Nach wie vor rechnet sich Schüco jedoch gute Chancen auf den nationalen und internationalen Märkten für die Sparte „Neue Energien“ aus, in dem die Entwicklung und Vermarktung von innovativen Systemlösungen noch stärker in den Focus genommen werden sollen.