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Perfekt in Szene gesetzt

19. Oktober 2011 – 12:38

Foto: Berschneider + Berschneider

Der Luxusmarke Maybach, heute ein Teil der Daimler AG, ist ein Museum in Neumarkt in der Oberpfalz gewidmet. Die klare und reduzierte Architektursprache von Berschneider + Berschneider, Pilsach, schafft eine passende Bühne für die ausgestellten Fahrzeuge – szenografisch stilvoll untermalt durch die mit Karosseriedetails und Persönlichkeiten aus der Maybach-Geschichte bedruckten Gläser.

Freigelegt und ergänzt 

Die beiden ehemaligen Montagehallen beherbergen neben dem Museum für die Maybach-Fahrzeuge einen Bereich mit Informationen zur Geschichte der Stadt Neumarkt i.d. Oberpfalz sowie eine Ausstellung über die ehemaligen Nutzer, die Express Werke. Daneben befinden sich im einstmals als Verwaltungsbau genutzten Teil der Eingang sowie Büroräume. Mittelfristig soll ein Gründerzentrum mit einem Neubau sowohl das Nutzungsspektrum als auch das architektonische Ensemble komplettieren.

Innen wurde gekonnt Altes freigelegt und behutsam durch Neues ergänzt. Der sparsame Einsatz von Materialien und Farben sowie das durchdachte Beleuchtungskonzept haben ihren Anteil an der hohen Raumqualität. So wurde etwa der alte Boden aus Asphaltplatten in den Räumen belassen und mit seinen Abnutzungsspuren konserviert, so dass er seine Geschichte weiter erzählen kann. Dem Boden setzten die Architekten die weiße Decke sowie die wenigen freien Wandflächen in Weiß als Kontrast entgegen.

Bedruckte Gläser 

Durch die zurückhaltende Architektur kommen die Exponate in den beleuchteten Vitrinen und die Fensterflächen des Museums voll zur Geltung. Statt herkömmliche Gläser zu verwenden, setzten die Architekten bedruckte Gläser ein. So erhielt das Museum nicht nur Lichtöffnungen, sondern zugleich spannende Präsentationsflächen. Die Gläser dienen dabei als Unterstützung der Informationen innerhalb der Ausstellung.

Die Motive, insbesondere Fahrzeugdetails, wurden direkt auf die Innenseite der Verbundsicherheitsgläser mit dem Okacolor-Druckverfahren von Okalux aufgebracht. Wie eine Art Filter lassen die aufgedruckten Fotomotive ausreichend Tageslicht ins Innere des Museums und wirken zusätzlich als Sichtschutz.

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