Eröffnung des Lindt Home of Chocolate

Am 13. September 2020 hat das Lindt Home of Chocolate im schweizerischen Kilchberg bei Zürich, dem Stammsitz des Schokoladenherstellers, eröffnet. Die Pläne für den Neubau auf dem Werksgelände von Lindt & Sprüngli umfassen Ausstellungsräume, eine Forschungsanlage, eine Schauproduktion und Verkaufsflächen. Sie stammen vom Baseler Architekturbüro Christ & Gantenbein. Für die Ausgestaltung der Museumsfläche zeichnet das Atelier Brückner verantwortlich.

Atelier Brückner und die Schokoladenfabrik

Die Ausstellungsarchitektur greift die Gebäudearchitektur auf und gliedert sich in sieben Erlebniswelten: Interaktion und Wissensvermittlung stehen im Zentrum der Gestaltung. So empfängt die Besucher im Eingangsbereich des Lindt Home of Chocolate ein 9 m hoher Schokoladenbrunnen, durch den 1.000 l Schokolade fließen. In den weiteren Ausstellungsräumen befinden sich beispielsweise eine animierten 360-Grad-Panoramawand, die über die Geschichte der Schokolade erzählt. Photobooths für Schnappschüsse in Form von überdimensionalen „Lindor“-Kugeln, die Möglichkeit, sich durch verschiedene Schokoladensorten zu testen und viele Medien- und Mitmachstationen ergänzen das Konzept des Museums. Im Erdgeschoss sind außerdem ein Café und Schokoladenshop zu finden und im zweiten Obergeschoss bietet der Neubau Workshop-Bereiche.

Gläserne Produktion

Höhepunkt der Ausstellung ist das „Innovation Lab“, in dem neue Kreationen aus Schokolade entwickelt werden. Die Forschungsanlage öffnet sich zum lichtdurchfluteten Innenhof. Abgerundete Vitrinenwände erscheinen zuerst matt, doch wenn sich der Besucher nähert, wechselt das Glas in den transparenten Modus und zeigt Exponate und erklärende Filme. Augmented Animation ermöglicht einen Röntgenblick ins Innere der Maschinen, die im Produktionsraum des Innovation Labs zu finden sind. Auf dem Glas, das die Gäste von den Mitarbeitern trennt, sind animierte Konstruktionszeichnungen abgebildet, die die Produktionsvorgänge hinter der Scheibe erklären.

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