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Welle im Wald

1. Juni 2011 – 14:40

Der nierenförmige Baukörper aus Stahlbeton ruht die meiste Zeit zurückgezogen im Wald. Im Fall eines Hochwassers im Kölner Stadtgebiet kommt Leben in die gewellte Fassade. Dann öffnen sich die fast unsichtbar integrierten Tore und LKW’s entnehmen aus dem Innern mobile Trennwände zum Hochwasserschutz. Für die Statik griff das von den STEB Stadtentwässerungsbetrieben Köln beauftragte Architekturbüro trint + kreuder d.n.a. zu einem gestalterischen Kunstgriff: Mit Gussglas versehene Innenhöfe gruppierten sich um einzelne Bäume und steifen das Bauwerk aus. Gleichzeitig strömt so Tageslicht ins Innere. Die Baumkronen erhalten die Illusion des Waldes und reduzieren das Volumen der Halle auf die Anmutung einer Palisade, die von der Stahlwellschalung herrührt.

Teilbereiche des linksrheinischen Ufers im Kölner Einzugsgebiet sollen künftig durch bis zu vier Meter hohe mobile Hochwasserschutzwände und -Tore gesichert werden. Diese Elemente werden an insgesamt acht Standorten in der Nähe des Rheins aufbewahrt.

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