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Testturm erhält Deutschen Ingenieurbaupreis 2018

19. Juni 2018 – 12:09

Bild: Werner Sobek Stuttgart AG, Stuttgart/ Armin Scharf, Tübingen

Der mit dem Deutschen Ingenieurbaupreis 2018 ausgezeichnete Testturm für Hochgeschwindigkeitsaufzüge von ThyssenKrupp in Rottweil ist mit rund 246 m eines der höchsten Bauwerke Deutschlands. Werner Sobek aus Stuttgart mit Helmut Jahn aus Chicago, USA, zeichnen für die Architektur sowie die Objektplanung verantwortlich.

Am 13. Juni 2018 wählte die Jury unter dem Vorsitz der Hamburger Universitätsprofessorin Dr.-Ing. Annette Bögle das Siegerprojekt für den Deutschen Ingenieurbaupreis 2018 aus. Bundesbauminister Horst Seehofer ließ verlauten: „… Der Testturm in Rottweil überzeugt eindrucksvoll durch seine innovative Fassade und Konstruktion. Wir zeichnen ein Hochleistungslabor aus, in dem ingenieurtechnische Entwicklungen für Wolkenkratzer weltweit getestet und zertifiziert werden. Mit der höchsten Besucherplattform Deutschlands begeistert das Ingenieurbauwerk zusätzlich als beeindruckendes Beispiel dafür, welchen Beitrag Ingenieurinnen und Ingenieuren für attraktive Städte und Gemeinden in unserem Land leisten.“

Die öffentliche Besucherplattform ermöglicht auf 232 m Höhe eine Rundumsicht auf die Region um Rottweil. Damit verfügt der Turm über die höchste Besucherplattform Deutschlands. Trotz der imposanten Höhe wird ein leichtes und filigranes Erscheinungsbild gewahrt. Die Architekten Helmut Jahn und Werner Sobek verkleideten den Betonschaft mit einer Stoffhülle aus Glasfasergewebe. Das Gewebe beginnt am Fuß engmaschig, gibt nach oben hin immer mehr vom Turm preis und reflektiert das Licht zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten verschieden – dadurch bekommt der Turm je nach Wetterlage und Zeit eine andere Anmutung.

Das große Spektrum und die hohe Qualität der für den Preis 2018 eingereichten Projekte beeindruckte die Jury. Neben Hochbau- und konstruktiven Ingenieurbauprojekten überzeugten auch Technologien zur Gewinnung neuer Bauprodukte und innovative Fertigungstechniken.

Insgesamt wurden 2 Auszeichnungen mit jeweils 7.000 Euro Preisgeld sowie 4 Anerkennungen mit je 4.000 Euro vergeben.

Deutscher Ingenieurbaupreis 2018:

Projekt: ThyssenKrupp Testturm in Rottweil

  • Ingenieurbüro: Werner Sobek Stuttgart AG, Stuttgart
  • Bauherr: ThyssenKrupp Business Services GmbH, Essen

Auszeichnungen:

Projekt: Straßenbrücke „Rotes Steigle“ über die A8 zwischen dem Kreuz Stuttgart und der Anschlussstelle Leonberg/Ost

  • Ingenieurbüro: Schlaich Bergermann Partner, Stuttgart
  • Bauherr: Regierungspräsidium Stuttgart

Projekt: Salzlagerhalle Geislingen an der Steige

  • Ingenieurbüro: Furche Geiger Zimmermann, Köngen
  • Bauherr: Staatliches Hochbauamt Ulm

Anerkennungen:

Projekt: Kraftwerk Lausward, Düsseldorf

  • Ingenieurbüro: Bollinger + Grohmann Ingenieure, Frankfurt a.M.
  • Bauherr: Stadtwerke Düsseldorf AG

Projekt: Lahntalbrücke Limburg BAB A3 Köln – Frankfurt

  • Ingenieurbüro: Konstruktionsgruppe Bauen AG, Kempten
  • Bauherr: Hessen Mobil, Wiesbaden

Projekt: Umbau Hauptbahnhof Chemnitz

  • Ingenieurbüro: Buro Happold Engineering, Berlin
  • Bauherr: Verkehrsverbund Mittelsachsen GmbH, Chemnitz

Projekt: Nachhallgalerie in der Staatsoper Unter den Linden, Berlin

  • Ingenieurbüro: Knippers Helbig Advanced Engineering, Stuttgart
  • Bauherr: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen Berlin

Der Deutsche Ingenieurbaupreis wurde in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal in gemeinsamer Trägerschaft durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und die Bundesingenieurkammer ausgelobt. Die feierliche Verleihung des Preises findet am 27. November 2018 in der Staatsgalerie Stuttgart statt.

 

 

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