Mittwoch, 25. Februar 2026

Porr setzt beim Forty4 auf One-Stop-Prinzip

Mit dem One-Stop-Prinzip verfolgt Porr Deutschland einen Ansatz, der durch integriertes Bauen die Planungs- und Kostensicherheit in komplexen Projekten erhöhen will. Alle Leistungen – von der modellbasierten Planung über Spezialtief- und Hochbau bis hin zur Technischen Gebäudeausrüstung – kommen dabei aus einer Hand. Das Mixed-Use-Quartier Forty4 in Berlin-Friedrichshain soll als Blaupause für weitere Projekte dienen.

Integriertes Bauen aus einer Hand

Auf einer Bruttogeschossfläche von rund 40.000 qm entstehen vier Gebäude mit Hotel-, Wohn-, Büro- und Gastronomienutzungen. Porr agiert hier als zentraler Vertragspartner der L&L Immobilien GmbH und bündelt sämtliche Leistungsphasen von der Spezialtiefbauphase mit rund 4.000 qm Baugrube über den Roh- und Ausbau bis zur schlüsselfertigen Übergabe. „Weniger Schnittstellen bedeuten weniger Reibungsverluste. Mit unserem One-Stop-Ansatz bieten wir verlässliche Aussagen zu Kosten, Terminen und Qualitäten“, heißt es seitens Porr.

BIM und LEAN Construction als Basis des One-Stop-Ansatzes

Kern des Ansatzes ist eine durchgängige, BIM-gestützte Projektabwicklung. Digitale 3D-Modelle werden frühzeitig eingesetzt, um Tragwerk, Ausbau und Technische Gebäudeausrüstung gewerkeübergreifend zu koordinieren. Standardisierte Prozesse und digitale Modelle ermöglichen darüber hinaus eine hohe Reproduzierbarkeit über ganze Projektportfolios hinweg. Verkürzte Projektlaufzeiten würden zu einer früheren Nutzung führen und die Wirtschaftlichkeit nachhaltig verbessern, betont das Bauunternehmen. In Kombination mit LEAN-Methoden lassen sich Bauabläufe takten, Materialflüsse optimieren und Risiken früh identifizieren. „Das Partnering-Modell im Projekt Forty4 ermöglicht uns, Planungs- und Ausführungsentscheidungen gemeinsam mit dem Auftraggeber und den Fachplanern frühzeitig zu fixieren und so die Planungssicherheit zu erhöhen“, führt Porr weiter aus.

Nachhaltigkeitsbausteine bei Forty4

Auch die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele profitiert von der integrierten Steuerung: CO₂-reduzierter Beton, Photovoltaikanlagen sowie ein Regenwasser-Verdunstungssystem zur Verbesserung des Mikroklimas sind systematisch in die Gesamtplanung eingebunden. Für den ersten Bauabschnitt wird eine DGNB-Zertifizierung in Gold angestrebt. Für Porr dient das Forty4 auch als Demonstationsobjekt, wie das One-Stop-Prinzip insbesondere bei ESG-orientierten Mixed-Use-Projekten in urbanen Lagen zu höherer Effizienz, Transparenz und langfristiger Werthaltigkeit führen kann.

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