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BMVI und BAK gründen Plattform Digitales Bauen

26. Januar 2015 – 09:46

BMVI BAK BIM

Barbara Ettinger-Brinckmann, Präsidentin der Bundesarchitektenkammerbei der Pressekonferenz des BMVI auf der Bau 2015 (Bild: BMVI)

Die Methode des Building Information Modeling (BIM) soll künftig dazu beitragen, dass Zeit- und Kostenpläne bei großen Bauvorhaben besser eingehalten werden können. Dazu haben der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Alexander Dobrindt und die Präsidentin der Bundesarchitektenkammer (BAK), Barbara Ettinger-Brinckmann (Foto), gemeinsam mit weiteren Vertretern der Wertschöpfungskette Bauen die Gründung einer gemeinsamen Plattform Digitales Bauen in Form einer GmbH bekanntgegeben. Beim BIM wird der gesamte Lebenszyklus des Planens, Bauens und Betreibens digitalisiert.
Bundesminister Dobrindt, dessen Ministerium die großen Infrastrukturprojekte des Bundes verantwortet, betonte die Notwendigkeit der engen Zusammenarbeit zwischen Bauherren, Architekten und Ingenieuren sowie den ausführenden Unternehmen: „Die Bauen Digital GmbH ist ein Meilenstein auf dem Weg zum Bauen der Zukunft. Die Plattform soll maßgeblich dazu beitragen, dass modernstes Digitales Bauen in allen Bereichen zum Standard wird. Modernes Bauen heißt: erst digital, dann real bauen. Das muss der Standard werden, um Kosten zu senken und Fehler zu vermeiden.“
BIM stelle eine große Chance für die Qualitätssicherung von Großprojekten dar, sagte BAK-Präsidentin Ettinger-Brinckmann. Zu Unrecht laste man den Architekten oftmals Kosten- und Terminüberschreitungen an, obwohl die Ursachen dafür meist woanders lägen. Mit BIM stehe eine Technologie zur Verfügung, mit der Fehlentwicklungen „noch besser als bisher“ vermieden werden könnten. Wesentlich sei, dass auch in Zukunft die Daten von den Architekten verwaltet würden. Entscheidend sei es, die sorgfältige Bedarfsermittlung einzubeziehen. Diese beeinflussten den Erfolg des Projektes wesentlich, betonte die BAK-Präsidentin. Als geistige Urheber hätten die Architekten im Sinne der Qualitätssicherung immer das gesamte Bauwerk im Blick. Ettinger-Brinckmann wies auf die bewährte Trennung zwischen Planung und Ausführung zur Sicherung der Bauqualität hin: „Nach wie vor gilt dieses Prinzip: Die Architekten sind Treuhänder des Bauherrn und ausschließlich ihm verpflichtet“.

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