Pfizer-Werk erhält Umweltpreis

Am 1. Dezember 2010 hat das Land Baden-Württemberg das Freiburger Werk der Pfizer Manufacturing Deutschland GmbH mit einem Umweltpreis ausgezeichnet. Das Energiekonzept hat das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE entwickelt.
Eine Geothermiezentrale versorgt das Gebäude mit 132 MWh Wärme und 110 MWh Kälte pro Jahr. Sie nutzt dafür 19 Erdsonden mit einer Tiefe von jeweils 130 Metern. Die Erdwärmezentrale kann in vier Betriebszuständen gefahren werden:
Sie kann frei kühlen, wenn die Bodentemperatur im Frühjahr noch niedrig ist. Zudem kühlt oder heizt sie über Wärmepumpen aktiv im Sommer oder Winter und kann Wärme „verschieben“, wenn in einem Gebäudeteil Kühlung und in einem anderen Heizenergie benötigt wird.
Der Primärenergieverbrauch für Heizen, Kühlen, Lüften und Beleuchten liegt laut Fraunhofer mit 267 kWh/m²a um den Faktor 3-4 niedriger als bei vergleichbaren Labor- und Bürogebäuden mit konventioneller Anlagentechnik, ohne den thermischen Komfort und die Raumluftqualität zu beeinträchtigen. Neben der weitgehend regenerativen Energieversorgung hat das Fraunhofer ISE eine energieeffiziente Bauweise, u. a. mit hochwertiger Dämmung und außen liegendem Sonnenschutz, umgesetzt. Insgesamt spart das Bauwerkenschutz, jedes Jahr 4,5 Mio. kWh Energie und 2.200 Tonnen Kohlendioxid ein. Das Gebäude- und Energiekonzept wird im Rahmen eines Langzeitmonitorings evaluiert.