industriebaupreis2018 geht an ARENA 2036

Das Projekt ARENA 2036 in Stuttgart, geplant von HENN, ist mit dem industriebaupreis2018 für realisierte Bauwerke ausgezeichnet worden. Das neue Forschungsgebäude steht auf dem Campus der Universität Stuttgart und die Bezeichnung „ARENA 2036“ steht für „Active Research Environment for the Next Generation of Automobiles“. Das Projekt setzt sich mit der Entwicklung neuer Produktionstechnologien im Automobilbau, wie dem volldigitalisierten Fahrzeug, auseinander und die Forschungsinhalte finden sich auch in der Gestaltung des Gebäudes wieder. Neben einem Verbundwerkstoff mit Aluminiumoberfläche bei den geschlossenen Flächen, kamen Blechpaneele als Fassadenmaterial zum Einsatz. Einen ausführlichen Beitrag über die ARENA 2036 veröffentlichen wir in der Ausgabe August/September 2018 von industrieBAU, die am 1. August erscheint.

Sonderpreis für ThyssenKrupp Testturm

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Bild: Rainer Viertlboeck, Gauting

Den „Sonderpreis Bauwerk“ gab es für den ThyssenKrupp Testturm in Rottweil. Werner Sobek aus Stuttgart mit Helmut Jahn aus Chicago, USA, zeichnen für die Architektur sowie die Objektplanung verantwortlich. Mit rund 240 m ist der Testturm für Aufzüge von ThyssenKrupp in Rottweil eines der höchsten Bauwerke in Deutschland und ermöglicht das Testen sowie die Zertifizierung von Hochgeschwindigkeitsaufzügen.

Eine Anerkennung und zwei Nominierungen

Eine Anerkennung ging an das Daimler Antriebsintegrationszentrum (AIZ) mit Rechenzentrum (RZ) in Sindelfingen, geplant von ATP Architekten Ingenieure, das die beiden hochsensiblen Nutzungsbereiche AIZ und RZ geschickt übereinander stapelt.

Die Salzlagerhalle in Geislingen, geplant von Vautz Mang Architekten BDA, und das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik (IBMT) in Sulzbach-Neuweiler bei Saarbrücken von Hammeskrause Architekten BDA, erhielten jeweils eine gleichberechtigte Nominierung. Die Salzlagerhalle mit ihrer statisch und konstruktiv begründeten Tragstruktur aus Holz und Stahlbeton zeigt auf der Außenseite ein spannendes Fassadenbild. Das Fraunhofer IBMT liegt am Übergang vom Gewerbe- zum Wohngebiet und vermittelt mit seiner Fassade, einer Membran aus Ethylen-Tetrafluorethylen-Folie, zwischen der kubischen Industriearchitektur und der kleinteiligen Wohnbebauung.

Auszeichnung für Studenten, kein Preis in der Kategorie „Städtebauliche Anlagen“

Weil die sechs eingereichten Arbeiten zu den „Städtebaulichen Anlagen“ die Jury inhaltlich nicht überzeugten, gab es dieses Mal auch keinen Preis. Unter der Kategorie „Nachwuchs“ fanden insgesamt 13 innovative Abschlussarbeiten von Studierenden Beachtung. Hier überzeugte die Masterarbeit des Studenten Maximilian Weik, die er an der Universität Stuttgart, Institut für Baubetriebslehre, angefertigt hat. Sein Thema war die Erstellung eines Pflichtenhefts für digitale Last Planner Systeme in der Planungsphase, aufgezeigt an einem Beispiel.

Hochkarätig besetzte Jury

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Bild: IREM

Die Jury war mit Architekten sowie einem Vertreter der Wirtschaft hochkarätig besetzt, um die 55 eingereichten Arbeiten zu beurteilen. Neben Thomas Bopp, Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart, Prof. Thomas Brandin, Hauptabteilungsleiter Werksplanung, Andreas Stihl AG & Co. KG und ehem. Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Industriebau e.V. (AGI), Prof. Dr.-Ing. Stephan Engelsmann, Präsident der Ingenieurkammer Baden-Württemberg, und Markus Müller, Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg, zählten auch Prof. Dr. Christian Stoy, Universität Stuttgart, IREM Industrial Real Estate Management, und Alexander Vohl, Landesvorsitzender des BDA Landesverband Baden-Württemberg, zu den Entscheidern.