Industriebaukongress der DEUBAUKOM feiert erfolgreiche Premiere

Mit 110 Teilnehmern stieß der erste Industriebaukongress der DEUBAUKOM am 16. Januar in Essen auf große Resonanz. Die Kongressbesucher kamen bei visionären ebenso wie ganz praxisbezogenen Themen voll auf ihre Kosten. Veranstalter war die Fachzeitschrift industrieBAU in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Industriebau e.V. und der Messe Essen.

Mit einem furiosen „Abfahrtslauf“ durch die Industriegeschichte und die daraus resultierenden Verquickungen und Veränderungen im Industriebau eröffnete Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Christoph M. Achammer, Univ. Professor für Industriebau und interdisziplinäre Bauplanung an der TU Wien, Vorstandsvorsitzender ATP Architekten und Ingenieure, das umfangreiche Fachprogramm. Angesichts der sich rasant wandelnden Anforderungen im Industriebau kommt der lebenszyklusorientierten und integrierten Planung mehr Bedeutung denn je zu, da ganz am Anfang der vielfältigen Projekte die entscheidenden Weichen für alle folgenden Kosten gestellt werden.

 

Dipl.-Wirtschaftsing. (FH) Jan Seemann von Lamilux stellte anschließend im ersten Vortrag der Industriepartner des Kongresses „Intelligentes Energiemanagement mit Tageslichtsystemen und Gebäudesteuerungen“ und die damit verbundenen Einsparpotenziale für die Nutzungsphase von Gebäuden vor. Stefan Luig von Kalzip erörterte in hohem Maße an den Lebenszykluskosten orientiert und mit plakativem Zahlenmaterial die Frage, ob „Aluminium-Gebäudehüllen im Industriebau – (k)eine wirtschaftliche Alternative?“ sind. „Die ästhetische Gestaltung der Gebäudehülle aus Stahl“ war das Thema von Erik Wip von Tata Steel Colours. Er betonte, dass insbesondere in Deutschland die Möglichkeiten der Beschichtung von Stahl in Bauprojekten bislang nur in sehr geringem Maße genutzt werde. Alexander Kölsch von Fischer Profil berichtete sehr praxisbezogen über „Energieeffizientes Bauen mit Sandwichelementen“ und zeigte anschaulich die Potenziale neuer Systemlösungen in diesem Bereich auf. Dr.-Ing. Jens Weber von EJOT Befestigungstechnik verdeutlichte anschließend eindringlich, wie Schrauben als kleine Bauteile einen gewichtigen Einfluss auf die Sicherheit und Nachhaltigkeit von Gebäuden und Konstruktionen ausüben können.

 

Im abschließenden Vortrag „Ökologischer Zusatznutzen von Logistikanlagen“ wagte Dipl.-Ing. Michael Juhr, Leiter des Regionalkreises Rhein-Ruhr der AGI, Juhr Architekturbüro für Industriebau- und Gesamtplanung, einen Blick über den Tellerrand des heutigen Bauens und entwickelte Ideen, wie der Megatrend der „Neo-Ökologie“ baulich bei Logistikanlagen umgesetzt werden könnte. Neben der Energiegewinnung ist hier eine landwirtschaftliche Nutzung der Dachflächen ein innovativer Ansatz.

 

In den Kommunikationspausen ebenso wie im Anschluss an die Vorträge entwickelten sich teils lebhafte Diskussionen unter den anwesenden Fachleuten, die dann noch auf dem Industriebau-Kompetenzzentrum der Messe fortgesetzt werden konnten. Diese kommunikativ gestaltete Sonderfläche der DEUBAUKOM unter der Schirmherrschaft der Arbeitsgemeinschaft Industriebau mit insgesamt 14 Ausstellern zum Thema bot dafür ein ideales Forum.

 

Robert Altmannshofer