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Aus für Hochdruck-Quecksilberdampflampen

20. April 2015 – 14:00

Hochdruck-Quecksilberdampflampe, LED, Industriebeleuchtung, Hallenbeleuchtung, High-Bay-Leuchte, Lichtband

Bild: Licht.de

Mit dem Aus für die Hochdruck-Quecksilberdampflampe (HQL) ist in deutschen Betrieben erheblicher Handlungsbedarf entstanden. Nach den EU-Vorgaben zur Ausphasung ineffizienter Geräte trifft es seit dem 1. April 2015 nun die HQL. Und das bedeutet, bei einem Ausfall müssten die Leuchten komplett ersetzt werden, denn sie sind nicht mit anderen Lampen kompatibel. Noch längst nicht alle Industrie- und Gewerbeunternehmen haben bereits auf effiziente und umweltfreundliche Beleuchtung umgerüstet. Als Alternativen kommen LEDs, T5-Leuchtstoff- oder Halogenmetalldampflampen infrage. Die Brancheninitiative licht.de empfiehlt, auf effiziente, langlebige LED-Beleuchtung umzustellen und das Gebäudelicht nachhaltig zu sanieren. Beim Wechsel einer alten Anlage auf LED-Beleuchtung und Lichtmanagement sind bis zu 80 Prozent Einsparung möglich.
LEDs sind besonders gut für die vielfältigen Anforderungen in Industrie und Handwerk geeignet. Sie sind vibrationsunempfindlich, leuchten sofort und flackerfrei, halten viele Tausend Stunden und müssen erst nach langer Zeit wieder gewechselt werden. Neben der Stromersparnis punkten LEDs deshalb auch bei den Wartungskosten. „Die Umstellung auf effiziente LED-Beleuchtung rechnet sich bereits nach überschaubarer Zeit“, sagt Dr. Jürgen Waldorf, Geschäftsführer von licht.de.
Ob in der Produktion, im Lager oder im Außenbereich – die Sehaufgaben in der Industrie sind vielfältig und die Beleuchtung muss elektrischen, thermischen und mechanischen Belastungen standhalten. Je nach Tätigkeit sollte die Innenbeleuchtung zwischen 300 und 1.500 Lux betragen, im Lager reichen mitunter auch nur 20 Lux. Dabei sind die erforderlichen Schutzklassen und -arten zu beachten. Diese sind festgehalten in den lichttechnischen Anforderungen für Arbeitsstätten, normiert in DIN EN 12464-1, und in den für Industrie und Handwerk geltenden Arbeitsstättenrichtlinien ASR.
„Grundsätzlich sollte ergonomisch richtiges Licht blendfrei sein und eine sehr gute Farbwiedergabe aufweisen. Bewährt hat sich neutral- oder tageslichtweißes Licht“, führt Dr. Waldorf aus. Bei der Leuchtenwahl unterscheidet man nach Deckenhöhe: Bei über sechs Metern sind Hallenspiegelleuchten angebracht. Darunter sind breit und tief strahlende Lichtbänder für die Allgemeinbeleuchtung eine gute Wahl; diese sollten in Reihen parallel zur Hauptblickrichtung installiert werden.
Die Publikation licht.wissen 09 „Sanierung in Gewerbe, Handel und Verwaltung“ enthält umfassende Informationen zum Thema.

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