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Unternehmen nutzen Fördermittel für Energieeffizienzmaßnahmen zu wenig

24. Mai 2017 – 11:28

Bild: TÜV Nord

Der TÜV Nord macht darauf aufmerksam, dass gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMUs), aber auch Großunternehmen von Förderprogrammen für Energieeffizienzmaßnahmen enorm profitieren können. Seit 2016 wurden zahlreiche Förderprogramme neu oder erweitert aufgelegt. Doch vielen Unternehmern ist nicht bewusst, dass sie einen Anspruch auf Zuschüsse haben und nutzen die Möglichkeiten kaum. Dabei refinanzieren sich Energieeffizienzmaßnahmen teilweise schon nach weniger als drei Jahren, wenn Einsparmöglichkeiten geschickt kombiniert werden. Armin Sulzmann, Experte für Energiesysteme bei cp energie und Referent der TÜV NORD Akademie, erklärt, was bei einem Förderantrag zu beachten ist und welche Hürden es dabei geben kann.

Diese Maßnahmen werden gefördert

Als Energieeffizienzmaßnahme gilt alles, was Strom, Wärme und/oder allgemein CO2 einspart. Dazu gehören beispielsweise der Einsatz effizienterer Maschinenteile und Anlagen, die Rückgewinnung von Energie, die Nutzung von Abwärme oder eine effiziente Wärmedämmung. Wer solche und ähnliche Maßnahmen im Unternehmen neu plant, kann einen Zuschuss bei den jeweiligen Förderstellen beantragen. „Voraussetzung ist häufig, dass die Maßnahme den Energieverbrauch um mindestens 25 Prozent senkt“, sagt Sulzmann. „In der Praxis gibt es aber auch oft Fälle, bei denen Werte von 50 Prozent und mehr erreicht werden.“ Zurzeit gibt es drei große nationale Förderinstitute in Deutschland: das Bundesamt für Ausfuhr (BAFA), die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), das Bundesministerium für Wirtschaft und Industrie (BMWi). Zusätzlich hat jedes Bundesland eigene Förderschwerpunkte festgelegt.

Vorgehen bei der Antragstellung

Die Antragstellung muss in jedem Fall vor der Umsetzung der entsprechenden Energieeffizienzmaßnahme erfolgen. Grundlage des Antrags ist ein sogenanntes Energieeffizienzkonzept. Dieses wird in der Regel von einem Energieberater erstellt. „In den meisten Fällen kann direkt nach Abgabe des Antrags bei der Behörde mit der Umsetzung der Maßnahme begonnen werden. Der Unternehmer muss nicht zwangsweise warten, bis eine Bestätigung oder Ablehnung der Förderung kommt“, so der Experte für Energiesysteme.

Auf viele Unternehmer wirkt die breite Auswahl an Förderprogrammen und Anträgen auf den ersten Blick abschreckend. Daneben bereitet einigen Interessierten die grundlegende Frage Schwierigkeiten: Handelt es sich bei dem Betrieb um ein Großunternehmen oder ein KMU? Diese Frage muss vor Antragstellung geklärt sein, um die passende Förderung für den eigenen Betrieb zu finden. Hinzu kommt, dass oftmals nicht klar ist, welche Maßnahmen überhaupt förderfähig sind und ob diese ausreichen, um die erforderlichen Einsparungen zu erreichen. In einigen Fällen macht auch die Kombination einzelner Maßnahmen Sinn. Hier hilft eine Energieberatung mit Fördermanagement, bei der ein Energieberater prüft, ob durch den zeitgleichen Antrag verschiedener Maßnahmen eine höhere Förderungssumme erzielt werden kann.

Fortbildung schafft Klarheit

Um die Antragstellung zu vereinfachen, bietet die TÜV NORD Akademie ein Seminar an. Die Teilnehmer des Seminars „Förderung für Energieeffizienz-Projekte in Unternehmen“ bekommen eine Checkliste an die Hand, um die passende Förderung für den eigenen Betrieb für verschiedene Energieeffizienzmaßnahmen zu finden. Außerdem werden unterschiedliche Standortbedingungen, wie die regionalen Förderungsschwerpunkte, berücksichtigt und offene Fragen der Teilnehmer beantwortet.

Mehr Informationen zum Seminar >>

KfW-Förderprogramme >>

Initiative Energieeffizienz der dena (Deutsche Energie Agentur) >>

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