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Finalisten für DGNB Preis gekürt

6. November 2017 – 11:04

Pressefoto 50Hertz Netzquartier, Berlin, Foto: HG Esch Photography

Nominiert für den DGNB Preis „Nachhaltiges Bauen“ sind drei Projekte, die den Nutzer in den Mittelpunkt stellen: das Verwaltungsgebäude 50Hertz Netzquartier sowie die Wohnungsbauprojekte Bremer Punkt und wagnisART. Die Auszeichnung wird in diesem Jahr zum fünften Mal gemeinsam von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. vergeben. Die Bekanntgabe und Auszeichnung des Siegers erfolgt am 8. Dezember 2017 in Düsseldorf.

Die Finalisten (in alphabetischer Reihenfolge):
– 50Hertz Netzquartier, Berlin Bauherr: 50Hertz Transmission GmbH Architekt: LOVE architecture and urbanism ZT GmbH mit kadawittfeldarchitektur
– Bremer Punkt – serielles Pilotprojekt nachhaltiger Innenentwicklung, Bremen Bauherr: GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen Architekt: LIN Architekten Urbanisten, Kahrs Architekten
– Gemeinschaftlich nachhaltig bauen – wagnisART, München Bauherr: Wohnbaugenossenschaft wagnis eG Architekt: ARGE bogevischs buero mit SHAG Schindler Hable Architekten

Dem Verwaltungsgebäude „50Hertz Netzquartier“ in Berlin gelingt es laut Jury, die anspruchsvollen Herausforderungen des nachhaltigen Bauens mit einer architektonischen und städtebaulichen Identität zu verbinden. Neben dem hervorragenden Nachhaltigkeitskonzept überzeugt das Gebäude durch Innovation und gestalterische Qualität. Bei der Innenarchitektur wurde ein partizipativer Ansatz verfolgt, sodass verschiedene Arbeitswelten mit unterschiedlichen Funktionen und Qualitäten für die Mitarbeiter entstanden.

Das serielle Pilotprojekt „Bremer Punkt“ stellt eine intelligente Lösung für bezahlbaren Wohnraum sowie gesellschaftlich wie stadträumlich gelungene Strategien für die urbane Quartiersentwicklung dar. Durch die flexible Grundrissgestaltung können in einem Gebäudekomplex vier bis elf Wohnungen in zahlreichen Varianten miteinander kombiniert werden. Mit den individuellen Wohnungsgemengen sowie der Möglichkeit gemeinschaftlicher Wohnprojekte entsteht für die Nutzer so eine neue Form des Zusammenlebens.

Das genossenschaftliche Wohnbauprojekt „wagnisART“ in München gilt in vieler Hinsicht als vorbildhaft in Deutschland. Durch die intensive Einbindung der zukünftigen Bewohner in den Planungsprozess mittels Workshops, Zieldefinition und entscheidungsfördernder Maßnahmen entsteht eine bemerkenswerte, die Gemeinschaft fördernde Architektur. Die Themen des Dreisäulenmodells der nachhaltigen Bauweise sind in vielen Bereichen des 138 Wohnungen umfassenden Areals sehr gut integriert.

 

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