Finalisten der DGNB Sustainability Challenge 2020

Am 29. Juni 2020 haben die neun Finalisten der diesjährigen DGNB Sustainability Challenge ihre Projekte im Rahmen einer digitalen Veranstaltung vorgestellt. Für den Wettbewerb hatten sich mehr als 80 Teilnehmer beworben, aus denen die Jury, bestehend aus Mitgliedern des Innovationsbeirats der DGNB, in den drei Kategorien Start-up, Innovation und Forschung jeweils drei ausgewählt haben. Bis 21. September können Sie online die Teilnehmer und ihre Projekte kennenlernen sowie für Ihre Favoriten abstimmen.

Start-up

In der Kategorie Start-up qualifizierten sich die drei Unternehmen Breeze Technologies, Energie Plus Concept und Ricehouse für das Finale. Das Ziel von Breeze Technologies aus Hamburg ist es, auf Basis hochauflösender Luftqualitäts- und Klimadaten sowie durch den Einsatz künstlicher Intelligenz, datengetriebene Entscheidungen zur Reduzierung der Luftverschmutzung zu treffen, durchzuführen und zu überwachen. Die Nürnberger Firma Energie Plus Concept entwickelt Konzepte für die Wärmeversorgung von Siedlungen und Quartieren aus erneuerbaren Energien. Das Start-up Ricehouse stammt aus dem italienischen Piemont und verwendet organische Rückstände aus der Reisproduktion für natürliche Baumaterialien.

Innovation

Die Vorauswahl in der Kategorie Innovation fiel in diesem Jahr auf die Firmen interpanel aus Crossen in Thüringen, die Kessel AG aus dem bayrischen Lenting und Minero Flooring mit Sitz in Frankfurt. Interpanel stellt modulare, akustisch wirksame Kühldecken her, die licht-, heiz- und taupunktunabhängig sind. Die Kessel AG entwickelte eine Hybrid-Hebeanlage, um überwiegend stromlos Gebäude zu entwässern. Bei Minero One von Minero Flooring handelt es sich um einen ökologischen und mineralischen Bodenbelag.

Forschung

In die Endrunde in der Kategorie Forschung haben es ebenfalls drei Projekte geschafft: Die TU Braunschweig qualifizierte sich mit einer Arbeit zur robotischen Fabrikation von Bauteilen des Instituts für Tragwerksentwurf (ITE). Das Projekt RE4, an dem ZRS Architekten aus Berlin und weitere zwölf Partner aus der EU beteiligt sind, besteht aus einem detaillierten Design für ein vollständig vorgefertigtes, zirkuläres, energieeffizientes, siebengeschossiges Wohngebäude. Die Frankfurt University of Applied Sciences und das Umweltamt der Stadt Frankfurt forschten zur akustischen Wirksamkeit von Fassadenoberflächen im Stadtraum und der Bestimmung von Transformationseffekten.