Kölner Lidl vom Architekturbüro caspar.

Das Architekturbüro caspar. von Caspar Schmitz-Morkramer hat eine Filiale für Lidl in einer denkmalgeschützten Nachbarschaft in Köln Buchforst entworfen. Das Bauwerk entstand im Rahmen eines Wettbewerbs aus dem Jahr 2015, der von der Stadt Köln gefördert wurde. Dabei war die primäre Anforderung der Rheinmetropole, dass sich der Neubau in die Klinkerfassaden der umliegenden Bestandsgebäude integriert. Um gegen den wachsenden Onlinehandel bestehen zu können, steckt hinter dem Konzept der neuen Filiale eine Mischung aus Konsum und Kultur. Die Ansätze dazu entwickelte caspar. in der eigenen Forschungsabteilung namens „brain.lab“, die sich mit dem Thema „retail in transition – Chancen für den Wandel im Handel“ auseinandersetzt. Dort forschte das Architekturbüro rund zwei Jahre lang zu neuen Einkaufserlebnissen.

Integration in das Quartier

Der Neubau der Lidl-Filiale in Köln Buchforst spiegelt die Klinkerfassaden der umliegenden Bauwerke in einer modernen Formensprache wider. Das Bauareal ist außerdem etwas kleiner als für eine Filiale des Discounters üblich, um die Proportionen der benachbarten Grundstücke nicht zu durchbrechen. Vor der Glasfront des Eingangsbereichs befindet sich eine kommunikative Fläche mit Bänken. Um den Raum vor den Eingangstüren optimal auszunutzen, musste der Parkplatz an die Seite ausweichen. Da der Parkplatz auch nach Ladenschluss geöffnet ist, können ihn die Anwohner zudem als städtischen Platz nutzen. So fungiert der Parkplatz gleichzeitig als einladende Geste an die Nachbarschaft.

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