Busbahnhof im schweizerischen Aarau

Ein Einkammer-Luftkissen bildet das Dach des neuen Busbahnhofes im schweizerischen Aarau. Der Entwurf für diese besondere Konstruktion stammt von den Architekten Vehovar Jauslin in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro formTL.

Die Stahlkonstruktion ist als ebener, frei geformter Stahlrost ausgeführt, der auf elf Stahlstützen lagert. Der in sieben Metern Höhe angebrachte Rost aus Rechteckrohren überspannt dabei eine Fläche von 1.000 m2, in der Mitte gibt es eine Aussparung. Die Stützen sind bis zu acht Grad geneigt und in den Stahltisch eingespannt. Die Stahltischkonstruktion ist ein Duplex-System, also feuerverzinkt und zusätzlich mit einem Nasslack farbbeschichtet.

Der äußere und innere Dachrand ist frei geformt und mittels kurzer Kragarme an den Stahlrost geschraubt. Diese Art der Konstruktion ist biege- und torsionssteif. Von Rand zu Rand spannen Edelstahlseile mit bis zu 41 Metern Länge. Gemeinsam mit den zweiteiligen Knoten an den Seilkreuzungen bilden sie ein räumliches Seilnetz.

Das Luftkissen aus Ethylen-Tetrafluorethylen (ETFE)-Folie ist oberseitig blau, unterseitig klar und beidseitig mit Luftblasen bedruckt. Ein Gebläse erhält den Kissendruck, beziehungsweise es passt diesen an. Darüberhinaus dient es auch zur Umwälzung der Luft, um eindiffundierte Feuchte zu absorbieren.