In zwölf der 24 Top-Logistikregionen werden Logistikneubauten bereits bevorzugt auf Brownfieldflächen realisiert. Dies hat das Beratungsunternehmen Logivest GmbH ermittelt. Demnach betrug der Brownfieldanteil 2025 in fünf Regionen mehr als 60 Prozent, in weiteren fünf machte er sogar schon mehr als 80 Prozent aus. Besonders in industriell geprägten Regionen wie dem Ruhrgebiet oder Hannover seien solche Projekte verbreitet. Dort hinterlässt der Rückzug der traditionellen Industrie große Brachflächen, die im Rahmen des Strukturwandels von steigender Bedeutung für die Logistikimmobilienbranche sind.
Flächenknappheit und Nachhaltigkeit als treibende Faktoren
Ein treibender Faktor für die Nutzung von Brachflächen ist die Flächenknappheit in vielen Regionen. Für Logistikprojekte sind immer weniger Grundstücke auf grüner Wiese verfügbar, wodurch die Wiederverwertung vorhandener Areale stetig relevanter wird. Besonders im östlichen Ruhrgebiet werde eine Nachnutzung von Brachflächen in Zukunft unumgänglich sein, teilt Logivest mit. In zahlreichen stadtnahen und innerstädtischen Gebieten seien ebenfalls nur wenige Flächen verfügbar: In Regionen wie Stuttgart und Rhein-Main liegt der Brownfieldanteil entsprechend schon bei über 80 Prozent des jährlichen Neubauvolumens. In Stadtzentren konkurrieren Logistik-Neubauprojekte zudem mit dem Wohnungsbau. Auch aus Nachhaltigkeitsgesichtspunkten spreche vieles für die Revitalisierung von Brachflächen, da bei einer Nachnutzung keine neuen Flächen versiegelt werden. Die Grundstücke bieten zudem häufig die Vorteile einer zentralen Lage und etablierten Infrastruktur für die Nutzer.
Die Zahlen und Daten stammen aus dem „Logistikimmobilien Seismographen“ von Logivest, der sich auf Neubauprojekte auf dem deutschen Logistikimmobilienmarkt 2025 bezieht. Zeitpunkt der Messung ist jeweils der Spatenstich.
