Brandlhuber+ und Muck Petzet Architekten planen Rohling

Die beiden Architekturbüros Brandlhuber und Muck Petzet setzen ihre Zusammenarbeit im Rahmen eines neuen Projekts, dem „Hammerschmidt“, fort. Nach den gemeinsamen Entwürfen für die Gebäude „Fahrbereitschaft Lichtenberg“ sowie „Terrassenhaus/Lobe Block“ in Berlin entwickelte der kooperative Architektenzusammenschluss nun ein Bauwerk in Dornach bei München. Der Neubau wird sich in unmittelbarer Nähe des S-Bahnhof Riem im Osten der bayerischen Landeshauptstadt befinden.

Die Architektur des Hammerschmidt

Das Hammerschmidt soll ein Gewerbebau des Bauherren Euroboden mit rund 16.000 qm Bruttogeschossfläche werden. Eine außenliegende Kaskadentreppe verbindet die sechs Stockwerke und fungiert außerdem als Gemeinschaftsfläche sowie als gestalterisches Highlight. Die Außentreppe stellt bereits beim Terrassenhaus in Berlin das vorherrschende Designelement dar und dient dort ebenfalls als Begegnungsstätte der verschiedenen Mieter. Darüber hinaus greift der Neubau in Dornach auch die Gebäudestruktur des Terrassenhauses aus rohem Sichtbeton auf.

Der Rohling

Das Hammerschmidt ist von den Architekten als Rohling angedacht, sodass die Mieter ihre jeweiligen Flächen nach eigenen Wünschen individualisieren können. Einzige verbindliche Vorgabe ist, dass die Mieteinheiten mindestens 340 qm messen. Neben den frei gestaltbaren Mietflächen umfasst das Gebäude, das auf Stützen über einem halboffenem Parkdeck thront, auch Räumlichkeiten für Konferenzen, ein Skydeck, einen Fitnessbereich, einen Pool sowie einen Gemeinschaftsgarten.

Die Metamorphose des Terrassenhauses

Wie das Hammerschmidt ist auch das Terrassenhaus in Berlin eine Mixed-Use-Immobilie aus der Feder beider Architekturbüros. Seine Südseite dominieren Balkone und eine kaskadenartige Treppe, über die die fünf Etagen des Bauwerks zugänglich sind. Jedes Stockwerk verfügt über vier offen gestaltete Räume, die sich über die gesamte Länge des Terrassenhauses ziehen. Während der  Planungs- und Bauphase von 2014 bis 2018 einigte man sich auf den Ausbaustandard nach dem Leitgedanken „Rough is enough”: Ausbauoptionen mit veränderten Grundrissen und alle Anschlüsse wurden in die Pläne einbezogen, im Anschluss aber erst durch die Mieter realisiert. Das Motto bezieht sich also nicht nur auf die rohe Optik des Sichtbetons. Mittlerweile sorgen Mieter aus den verschiedensten Branchen, ein Community Garden und weitere Gemeinschaftsflächen für ein buntes Miteinander.