Das Büro HENN stellt mit CarbonBudget ein digitales Werkzeug zur Verfügung, das projektspezifische CO₂-Budgets für Gebäude berechnet, die mit dem 1,5 °C-Ziel übereinstimmen.
Die Bauindustrie ist bekanntlich für etwa ein Drittel der weltweiten CO₂-Emissionen verantwortlich. Architekten tragen daher nach Ansicht der Herausgeber eine erhebliche Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, da jede Entwurfsentscheidung nachhaltige Auswirkungen auf den Klimaabdruck eines Gebäudes hat. Vor diesem Hintergrund wollten die Initiatoren eine zentrale Frage beantworten: Wie können diese abstrakten Grenzen in konkrete Daten für einzelne Gebäude umgesetzt werden?
Nach Ansicht der Autoren schließt CarbonBudget diese Lücke. Basierend auf nur wenigen Projekteingaben soll das Tool ein CO₂-Budget für Bauprojekte berechnen können, die mit dem 1,5 °C-Ziel des Pariser Klima-Abkommens im Einklang stehen. Bestehende Ergebnisse der Lebenszyklusbewertung (LCA) lassen sich anschließend mit diesem Budget vergleichen. So soll deutlich werden, ob ein Projekt innerhalb des zugewiesenen Emissionsbereichs liegt oder diesen überschreitet.

Wissenschaftsbasierter Ansatz
Das Werkzeug CarbonBudget wurde innerhalb der Architekturpraxis von HENN entwickelt. Es basiert auf dem begutachteten Forschungsartikel des Büros: Betti, G, et al. „A framework for 1.5°C-aligned GHG budgets in architecture“. Buildings and Cities, vol. 6, no. 1, 2025, p. 996–1009, doi:10.5334/bc.664. Download unter https://journal-buildingscities.org/articles/10.5334/bc.664
Das digitale Tool CarbonBudget ist kostenlos unter carbonbudget.eu verfügbar. https://carbonbudget.eu/
