Wie aus einer Deponie für Bauschutt ein stilbildendes Produktions- und Bürogebäude entstehen kann, zeigt ein Projekt aus Kroatien von MVA – Mikelić Vreš Arhitekti für das Baunternehmen MDK Građevinar. Der Neubau befindet sich in Dubrovčan, einem Dorf nordwestlich von Zagreb. Neben der generellen Verbesserung der Raumsituation für das Hoch- und Tiefbau-Unternehmen am Standort zielt er darauf ab, den Vertrieb und Verkauf von Abdichtungsprodukten zu optimieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
Drei Hügel als topografische Basis
Durch die Sanierung und Wiederbelebung des Grundstücks entstand eine neue Topografie. Entlang der natürlichen Geländeneigung wurden drei Hügel angelegt, die den zentralen Raum und die Fußgängerwege definieren. Technische, Produktions- und Gemeinschaftsräume sind innerhalb der Hügel angeordnet und auf den Fußgängerweg ausgerichtet, der sie miteinander verbindet.
In diesem Kontext ist eine horizontale Scheibe verankert. Ein schlichtes, einstöckiges Bauwerk mit quadratischem Grundriss, das um ein zentrales, kreisförmiges Atrium herum angeordnet ist, steht auf den drei begrünten Hügeln. Das Innere der Scheibe ist als dynamische, horizontale Arbeitsumgebung gestaltet, bestehend aus Büroräumen unterschiedlicher Art. Die Abfolge von Grundrissen und transparenten Flächen dient dazu, die Interaktion der Nutzer und eine intensive Beziehung zum Außenraum zu fördern. Entlang der Außenfassade sind geschlossene Büros mit Eckbesprechungsräumen und Nischen für Gruppenarbeit angeordnet, wodurch sich der zentrale Raum zur Landschaft hin öffnet.
Große Spannweiten für flexible Raumaufteilung

Dieser um das Atrium herum angeordnete Kommunikationsbereich umfasst den Eingangsbereich, die Rezeption, Hot-Desk-Arbeitsplätze, einen kreisförmigen Präsentationssaal und ein kleines Auditorium, das sich zum multifunktionalen Gemeinschaftsbereich und zur Außenterrasse im Untergeschoss hin erstreckt. Eine Wendeltreppe verbindet diesen Bereich mit einem kleinen Dachpavillon und einer Terrasse.
Das Tragwerksystem besteht aus zwei vorgespannten Betonplatten, die durch eine Reihe von V-förmigen Randstützen verbunden sind, vier Stahlbetonkernen und frei angeordneten Gruppen geneigter Stützen. Die großen Spannweiten ermöglichen eine flexible Raumaufteilung mit leichten, nicht tragenden und demontierbaren Trennwänden.
