
Das BMW-Werk im bayerischen Dingolfing setzt seit Neuestem auf Prozesswärme ohne Gas. Durch die Inbetriebnahme einer neuen Anlage im Mai dieses Jahres erhält es bis zu 50 Prozent seines Prozess-Heißwasserbedarfs durch Wärme aus regionaler Biomasse sowie den eigenen Verpackungsrestholzbeständen und senkt seine CO2-Gesamtemissionen am Standort damit pro Jahr um 10 bis 15 Prozent. Umgesetzt wurde das Projekt von der UP Energiewerke GmbH, Tochterunternehmen der Stadtwerke Dingolfing GmbH und des Bayernwerk Natur. Generalunternehmer für Anlagentechnik ist die Firma Schmidmeier NaturEnergie GmbH aus der Oberpfalz.
Einwegpaletten und Transportkisten
Bei dem eingesetzten Holz handelt es sich zu einem Viertel um unbehandeltes Restholz aus dem Dingolfinger Werk– darunter Einwegpaletten und Transportkisten. Der andere Teil stammt aus der regionalen Forstwirtschaft: Das Restholz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern kann anderweitig nicht genutzt werden und wurde bislang in Form von Hackschnitzeln ins Ausland exportiert.
Das neue Heizwerk verfügt über drei ganzjährig laufende Heißwasserkessel sowie eine eigene Altholzaufbereitung. Mittels unterirdischer Leitungen gelangt die vor Ort produzierte Wärme in die Energiezentrale des Automobilherstellers und wird über das werksinterne Netz verteilt. Die Filtertechnik entspricht nach Auskunft des Anlagentechnikers den neuesten umwelttechnischen Standards.
